Teaminterne Duelle

Grand Prix Bahrain -16/03/2010

Teaminterne Duelle

Wenn es nach F1-Experte Hans-Joachim Stuck geht, dann ist Nico Rosberg im Moment die aktuelle Nummer eins bei den Silberpfeilen. Beim Rennen in Bahrain landete er einen Platz vor Rekordweltmeister Michael Schumacher. eurosport.yahoo.de blickt auf die Top-Teams und nennt alle Gewinner und Verlierer.

FERRARI:

 

Beim Saisonauftakt hatte Ex-Weltmeister Fernando Alonso (2005, 2006) im "Latino-Duell" die Nase vorne. Nach zwei Jahren Leidenszeit bei Renault bestimmte er ganz klar das Rennen und profitierte vom technischen Defekt (Zündkerze) bei Red Bull. Felipe Massa meldete sich nach seinem Horror-Crash (GP von Ungarn) zwar eindrucksvoll zurück, gegen Alonso wird er in diesem Jahr aber keine Chance haben. Dennoch war der zweite Platz in Bahrain eine klare Kampfansage an seinen spanischen Teamkollegen.

 

RED BULL:

 

Wie im vergangenen Jahr hat Sebastian Vettel seinen Red-Bull-Kollegen Mark Webber klar in die Schranken gewiesen. Der junge Deutsche gehört 2010 zu den ganz heißen WM-Kandidaten und hatte beim Saisonauftakt einfach Pech, dass er auf Grund eines technischen Defektes zurückfiel. Bekommt Red Bull die Zuverlässigkeit des Autos in den Griff, fährt Vettel wieder um den Sieg. Webber bleibt nur die Statistenrolle, obwohl der Australier ebenfalls ein guter Pilot ist und ein Rennen gewinnen kann.

 

McLAREN:

 

Weltmeister Jenson Button hätte sich den Einstand bei McLaren-Mercedes sicherlich ganz anders vorgestellt. Beim Großen Preis von Bahrain verpasste ihm Lewis Hamilton im rein britischen Duell eine schallende Ohrfeige. Während Hamilton seine "Racing"-Qualitäten mit dem Graining seiner Reifen ohne Probleme unter einen Hut brachte, dümpelte Button hinter Schumacher im Feld herum und wagte kaum einen Angriff. Vielmehr richtete er sich zwischen Schumi und Webber ein, um sein (leider) schwaches Rennen nach Hause zu fahren.

 

MERCEDES:

 

Nico Rosberg fährt 2010 Kampflinie. Der Sohn von Ex-Weltmeister Keke Rosberg wird Michael Schumacher nicht freiwillig das Feld überlassen. Bleibt er in der ersten Saisonhälfte vor dem siebenfachen Champion, könnte er vielleicht die Nummer eins bei den Silberpfeilen werden. Aber wer Schumi kennt, der weiß, dass er Rosberg mit allen Mitteln zum Wasserträger degradieren will. So wie er es immer mit seinen Teamkollegen gemacht hat. Eddie Irvine, Rubens Barrichello und Felipe Massa können ein Lied davon singen.

 

Experten-Meinung:

 

Hans-Joachim Stuck: "Mich hat beeindruckt, dass teamintern eine Hackordnung bei den Top-Teams aufgestellt wurde. Bei Red Bull ist ganz klar Vettel die Nummer eins. Bei Ferrari ganz klar Alonso Nummer eins. Bei Mercedes GP ist für mich ganz klar Rosberg die Nummer eins und bei McLaren hat Hamilton dem Button schon eine ordentliche Klatsche verpasst. Da ist eine Hackordnung hergestellt worden, da werden sich einige noch ein paar Gedanken machen müssen. Für Webber hat man es bei Red Bull sicherlich erwartet. Aber Massa hätte ich bei Ferrari sicherlich schneller eingeschätzt. In Alonso habe ich mich getäuscht , das muss ich ehrlich zugeben."

 

Stuck über Schumi : "Michael hat zum Saisonstart eine solide Leistung abgeliefert. Es soll keiner glauben, dass ein Michael Schumacher nach drei Jahren Pause plötzlich auf dem ersten Platz mit drei Sekunden vor allen anderen herum fährt. Ich finde, dass er sich im Training und auch im Rennen gegenüber den anderen und auch gegenüber seinem Teamkollegen wacker geschlagen hat. Es ist natürlich klar, dass ein junger Rosberg ihm Probleme aufgibt. Daran muss Schumi arbeiten. Man hat deutlich gesehen, wann er die Zeit verloren hat, nämlich immer wenn er mit neuen Reifen raus gegangen ist."

 

TV-Tipp:

 

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Eurosport - Dirk Adam - 16/03/2010 16:13